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01.11.26:
Vor 14 Tagen hat sich einer unserer handzahmen Kleiber vermutlich bei einer Kollision seinen Oberschnabel abgebrochen (siehe Beitrag vom 19.10.26). Laut Literatur und Google ist das für einen Kleiber eine lebensbedrohliche Notlage, weil er ohne funktionsfähigen Schnabel keine Nahrung mehr zu sich nehmen kann und deshalb in kurzer Zeit verhungern würde. Aus diesem Grund hätte ich unseren Kleiber eigentlich einfangen und einsperren müssen, um ihn notfalls zwangszuernähren. Da ich ihm diesen zusätzlichen Stress aber nicht zumuten wollte, beschloss ich, unseren Patienten erst einmal in freier Wildbahn zu belassen und ihn intensiv zu beobachten und mit geschroteter Nahrung und frischen Insekten zu versorgen.
Inzwischen zeigt sich, dass die Entscheidung richtig war. Kleibi geht es wieder gut und er kommt mit seinem abgebrochenen Schnabel dank einer neu erlernten Schnabeltechnik immer besser zurecht. Er kann jetzt wieder problemlos harte und weiche Nahrung aufnehmen. Nun heißt es Daumen drücken, dass sein Oberschnabel hoffentlich bald wieder vollständig nachwachsen wird.
Das heutige Video habe ich bereits vor einigen Tagen aufgenommen. Unterdessen weiß unser gefiederter Freund noch besser mit seinem lädierten Schnabel umzugehen. Die Kohlmeise, die zwischendurch im Video auftaucht, ist eine von den 5 jungen Kohlmeisen, die wir im letzten Jahr erfolgreich aufgezogen hatten. 😊💗